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Aus der Vereinsgeschichte

Im Frühjahr des Jahres 1958, so beginnt unsere Vereinschronik, kamen wie üblich in der Gaststätte „Rheinblick“ auf dem Niehler Damm eine Anzahl junger Männer zu ihrem gewohnten Frühschoppen zusammen.

Zu den Gesprächsthemen an jenem Sonntagmorgen gehörte unter anderem auch die gerade erst zu Ende gegangene Karnevalssession. Und bei diesem Thema blieb man dann auch, diskutierte lange darüber und wurde sich am Ende einig, dass man doch aus der fünften und schönsten Kölner Jahreszeit mehr machen könnte und dies auch sollte. So kam es denn auch, dass es zu vorgerückter Stunde eine beschlossene Sache war. Es sollte ein Karnevalsverein ins Leben gerufen werden. Diese Idee wurde auch von Liesel Esser, der Wirtin des Lokals, tatkräftig unterstützt, indem sie auch ihre anderen Stammgäste dazu aufrief, sich zu beteiligen.

Niehler Deichgrafen 1973 

Im April 1958 war es dann soweit. Rund zehn Jungkarnevalisten trafen sich zur Gründungs- versammlung. Es wurde der erste Vorstand gewählt, dem die Herren Heinrich Decker als 1. Vorsitzender sowie Fritz Kampf und Josef Höhn angehörten. Als Vereinslokal wurde natürlich die Gaststätte „Rheinblick“ gewählt. Jetzt fehlte nur noch ein Name für den Verein. Nach einiger Überlegung war man sich einig darüber, dass eigentlich nichts näher läge, als die Umgebung, in der man sich befand, in die Namensgebung mit einzubeziehen, nämlich den Niehler Damm, oder wie er im Volksmund auch genannt wurde, Hochwasser-Deich. So entstand der Name für unsere Gesellschaft: „Niehler Deichgrafen“.

Die so aus der Taufe gehobene Gesellschaft nahm von Anfang an eine gute Entwicklung und erfreute sich eines regen Zulaufs. Sie fand auch nach außen hin starkes Interesse. Dies zeigte sich schon bei der ersten Veranstaltung, die gestartet wurde, nämlich der Feier zum 11. im 11. des Jahres 1958, zu der bereits ca. 90 Gäste begrüßt werden konnten.

Niehler Deichgrafen 1973 


Am 24. Januar 1959 hatte unsere Gesellschaft unter der Leitung ihres ersten Präsidenten K.H. Köckeritz mit rund 100 Gästen ihre erste Sitzung. Die Aktiven traten erstmals mit ihren gerade neu erworbenen Mützen auf, die seinerzeit für DM 4,60 das Stück zu haben waren. Auch Orden wurden schon vergeben, für sage und schreibe DM 5,00 das Stück.

Niehler Deichgrafen 1974 

In den folgenden Jahren waren die Niehler Deichgrafen darauf bedacht, den Niehler Karneval zu beleben und zu fördern. So war zum Beispiel unsere Gesellschaft maßgeblich an der Organisation und Durchführung der ersten Sonntagszüge beteiligt. Unsere Veranstaltungen, wie Feiern zum 11. im 11. sowie Sitzungen wurden langsam Tradition und von den Niehler Bürgern auch gerne besucht.

Im Jahre 1961 mussten wir zum ersten Male unser Domizil wechseln, nachdem Liesel Esser, Mitgründerin unserer Gesellschaft, den Bierhahn mit dem Steuerrad eines Rheinkahnes tauschte, sie heiratete einen Schiffer. Zu unserem neuen Vereinslokal wählten wir die Gaststätte „Fürstenburg“ in Niehl, Merkenicher Straße. Auch die Wirtsleute dort, Agnes und Hans Filter, waren unserer Gesellschaft wohlgesonnen und unterstützten uns nach Kräften.

In der Session 1961 stellte unsere Gesellschaft ihren ersten Prinzen für Niehl, Karl Heinz Köckeritz, den wir stolz im Zug in Niehl präsentierten.
Unsere Gesellschaft stellte danach noch weitere Prinzen:


1962 Rolf Meurer
1963, Peter Häns
1965 Artur Lennartz
1966 Willi Syre
1968 Johann Müller
1971 Gerd Sistermann
1974 Hans-Peter Blöningen.
2006 Günter Lang

Niehler Deichgrafen 1966 

An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass wir von Anbeginn an allen Karnevalsumzügen in Niehl teilgenommen haben.

Die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft ging zahlenmäßig zwar langsam, jedoch stetig voran. Das war auch gut so. Doch dass es voranging, hatte noch einen anderen Grund. Die Stärke unseres Vereins ist nämlich ganz einfach im Zusammenhalt aller Mitglieder zu suchen. Und daran haben, das sei hier einmal besonders hervorgehoben, die Frauen einen erheblichen Anteil. So kam es denn auch, dass sich die K.G. Niehler Deichgrafen zu einer echten Familiengesellschaft entwickelte, etwas, was bis heute bewahrt werden konnte. Viele unserer heutigen Mitglieder sind die Kinder der damaligen Gründer und Mitglieder.

Niehler Deichgrafen 1976 

Im Jahre 1964 entschloss sich unser damaliger Präsident Josef Schumacher, den Niehler Karneval - vor allem den Straßenkarneval zu organisieren. Er rief dazu die verschiedenen ortsansässigen Vereine und Stammtische auf, sich in einer Dachorganisation zusammenzuschließen. Dieser Aufruf fand allmählich allgemeine Zustimmung und so wurde am 15. September 1965 die Interessengemeinschaft Niehler Karneval gegründet, deren 1. Vorsitzender zunächst Josef Schumacher wurde. Diese Organisation hat über die vielen Jahre ihres Bestehens hinweg verdienstvolle Arbeit für den Niehler Karneval geleistet.

Im Jahre 1965 fand unsere Sitzung erstmals nicht mehr im Vereinslokal statt. Aufgrund des gestiegenen Publikumsinteresses mussten wir in einen größeren Raum ausweichen. Ein solcher bot sich im Teehaus an der Weidenpescher Rennbahn an.

Niehler Deichgrafen 1976 

In den folgenden Jahren hatten wir mit Ausnahme 1970 bis heute in jedem Jahr unsere Sitzungen. Zunächst weiter im Teehaus an der Rennbahn. 1968 und 1969 dann im Saal der Riehler Heimstätten. Die Kartennachfrage wurde aber mit der Zeit immer stärker, so dass wir erneut einen größeren Raum benötigten. So veranstalteten wir unsere Sitzungen in den Jahre 1971 bis 1976 im Cafe Füllenbach am Zoo.

Niehler Deichgrafen 1977 

Mit den Jahren wurden die meisten unserer Mitglieder im Raume Nippes und Riehl ansässig. Dies veranlasste uns im Jahre 1975 noch einmal, unser Domizil zu wechseln. Am günstigsten für alle lag die Gaststätte „Im Stübchen“ in der Xantener Straße. So bezogen wir hier unser neues Vereinslokal. Unterstützt durch die damalige Wirtin, Nelly Komischke, abgelöst durch die Wirtsleute Margret und Peter Begas, bekam unsere Gesellschaft neue Impulse und es wurden viele schöne und gemütliche Feste in diesem Lokal gefeiert.

Ab 1977 fanden unsere Sitzungen dann im Kasinosaal der Clouth Gummiwerke AG in der Xantener Straße in Nippes statt.

Niehler Deichgrafen 1977 

Zwischenzeitlich war unsere Gesellschaft 1979 als förderndes Mitglied zum Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. beigetreten.

1988, wurde Benno Pingel, ein gebürtiger Westfale, unser neuer Präsident und löste Rudolf Klotz ab.

1991 gingen unsere Gastwirte, Margret und Peter Begas in den verdienten Ruhestand. Nun begann für unsere Gesellschaft eine sehr unruhige Zeit, in der wir eher mit einem Wanderverein verglichen werden konnten. So waren wir 1992 wieder einmal ohne Vereinslokal und mussten uns auf die Suche nach einem neuen Domizil machen. Bei den Eheleuten Käthe und Fred Fischer in Riehl, in der „Gaststätte Fischer“ haben wir dann eine neue Bleibe gefunden. Als die beiden Ende 1993 nach 44 Jahren den Zapfhahn endgültig zudrehten, hieß es für uns wieder einmal wohin?

Niehler Deichgrafen 1978 

„Bei Ines“ in Köln-Nippes war dann vorübergehend unser Domizil, bis wir im März 1994 zurück in unser ehemaliges Vereinslokal auf der Xantener Straße in Nippes gingen, das jetzt „Bei de Hätzbuure“ hieß. Im Oktober 1995 war auch diese Ära vorüber.

Damit aber nicht genug: Nach vielen erfolgreichen Veranstaltungen im Kasinosaal der Clouth-Gummiwerke AG, wurde dieser verkauft und wir mussten uns auf die Suche nach einem neuen Saal begeben. Im Festsaal der Gaststätte Alt Merheim wurden wir dann freundlich aufgenommen und von 1995 an fanden unsere jährlichen Sitzungen „in kleinerem Rahmen“ statt. Unser Publikum blieb uns aber treu. Auch wenn wir zusammenrücken mussten, der guten Stimmung auf unseren Veranstaltungen tat dies keinen Abbruch!

Niehler Deichgrafen 1978 

Jetzt galt es aber noch, ein geeignetes Vereinslokal zu finden. In dieser Zeit lernten wir Tasso und Maria Kirmanidis, ein griechisches Ehepaar, kennen, die in Niehl das Lokal „Taverna Plaka, unser ehemaliges Gründungslokal, gepachtet hatten. Wir kehrten zurück zum Niehler Damm, wo wir uns von 1995 bis 1998 wohlfühlten. Dann hatten auch Tasso und Maria andere Pläne. Wieder einmal hieß es wohin? Wir wollten gerne in Niehl bleiben und so haben wir 1998 unsere neue Bleibe bei der griechischen Familie Efstathiu Vassilios in der „Gaststätte Schützenhof“ gefunden, wo wir bis heute unser Domizil haben.

Niehler Deichgrafen 1978 

Im Jahr 2001 übernahm unsere Gesellschaft in Köln-Niehl eine neue Aufgabe – die Proklamation des Kinderprinzen von Niehl. Diese Aufgabe übernimmt unser amtierender Präsident. Diese Zeremonie ist nun schon zu einer liebgewordenen Tradition geworden.

2003 stellte Benno Pingel fest: „15 Jahre sind genug“ und legte das Amt des Präsidenten auf der Sitzung am 08.02.2003 nieder. 15 Jahre hat er unsere Gesellschaft souverän repräsentiert. Seinen Nachfolger hatte er schon „eingearbeitet“. Wolfgang Pfeiler, der 1997 mit seiner Karin in unsere Gesellschaft eingetreten war und bereits das Amt des Literaten bekleidete, wurde 2004 auf unserer Sitzung am 07.02.2004 durch Hans-Horst Engels, den Präsidenten des Kölner Festkomitees in sein Amt eingeführt und bekleidet es immer noch.

Niehler Deichgrafen 1982 

2006 hat unsere Gesellschaft nach 32 „prinzenlosen Jahren“ mit Günter Lang wieder einen Prinzen in Niehl gestellt. Dass diese Session für ihn und uns so positiv verlief, war wieder einmal dem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zuzuschreiben.

Gefeiert wird in unserer kleinen - aber feinen Gesellschaft nicht nur im Karneval. Auch sonst bieten sich im Laufe des Jahres Gelegenheiten und werden genutzt. Ob Grillfest oder Nikolausfeier, immer wieder zeigt sich, dass der Verein lebt. Die K.G. Niehler Deichgrafen 1958 e.V. kann mit Stolz auf die 50 Jahre ihres Bestehens zurückblicken.

Niehler Deichgrafen 1982 

Ein besonderer Dank gilt unseren Mitgliedern, die es mit ihrer Verbundenheit und ihrem Einsatz ermöglichen, dass der Gesellschaft auch in Zukunft ein erfolgreiches Weiterbestehen garantiert ist. In diesen Dank schließen wir nicht zuletzt auch alle Freunde und Gönner unserer Gesellschaft mit ein.

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